, Egli Roman

Aufruf: Stopp Lockdown – Solidarität für KMU – Jetzt!

Mit einem erneuten Brief fordern wir den Bundesrat zur Solidarität der ganzen Gesellschaft auf. Zur Entscheidungsfindung der weiteren Massnahmen müssen nun endlich alle Parameter berücksichtigt werden.

Gesundheit – Wirtschaft – Gesellschaft    
Es kann also nur eine vollständige Öffnung geben.

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Parmelin
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Amherd
Sehr geehrter Herr Bundesrat Berset
Sehr geehrter Herr Bundesrat Cassis
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Keller-Sutter
Sehr geehrter Herr Bundesrat Maurer
Sehr geehrte Frau Bundesrätin Sommaruga  

Das lange Ausharren im Lockdown ist für unzählige KMU ruinös. Unseren Unternehmen und der Gesellschaft geht es schlecht. Die sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten wachsen weiter ins Unermessliche je länger die bestehenden Schliessungsmassnahmen andauern.  

Die gesundheitlichen Schäden beschränken sich nicht nur auf COVID-19. Menschen bangen um ihre Existenz und vereinsamen zusehends mit gravierenden Folgen für die Psyche. Viele Leute können ihrer sportlichen Betätigung nicht mehr wie gewohnt nachgehen und verlieren an körperlicher Gesundheit und Fitness.  

Der Schaden des Lockdowns ist ein Schaden für die Zukunft. Der Bund und die Kantone federn den wirtschaftlichen Schock mit mehreren zehn Milliarden Franken ab. Während die Ausgaben der öffentlichen Hand stark ansteigen, werden die Einnahmen sicherlich deutlich sinken. Eine Lücke tut sich auf und die Staatsverschuldung wächst. Das ist eine längerfristige Hypothek, welche wir den jüngeren Generationen aufbürden.  

Die junge Generation leidet jetzt schon stark unter den Massanahmen die ihr tägliches Leben bestimmen. Präsenzunterricht und praktische Ausbildungen fallen teilweise aus und ihre Freizeit können sie nur eingeschränkt verbringen. Sie leiden und zeigen sich seit Beginn der Krise solidarisch mit den vulnerablen Gruppen. Diese Gruppen sind nun aber zum grössten Teil geimpft und können in der Logik des gezielten Schutzes bei der Öffnung weiterhin geschützt werden. Diese Logik umfasst Massnahmen wie das Testen, Impfen, Contact Tracing und die Umsetzung der Schutzkonzepte zwecks Unterbrechung der Ansteckungsketten.          

Alle hier Unterzeichnenden fordern vom Bundesrat die Abkehr von der Politik der einseitigen Solidarität, mit welcher die Zukunft der jüngeren Generationen geopfert wird. Wir fordern eine schnelle Öffnungsperspektive.  

Seit der ersten Welle zeigen sich die KMU solidarisch, indem sie sich so weit wie möglich an die gesundheitlichen Gegebenheiten angepasst und Schutzkonzepte erstellt haben oder sogar ihre Unternehmen schliessen mussten. Diese Solidarität hat einen immensen Preis: Von Ausgaben bei der Erstellung und Umsetzung der Schutzkonzepte über die Verminderung der geschäftlichen Aktivitäten, Umsatzeinbussen und Ausfall von Gehältern bis sogar zu Arbeitsplatzverlusten und Geschäftsaufgaben.  

Der Lockdown betrifft nicht nur die geschlossenen KMU. Über die Auswirkungen auf Lieferketten und vielseitige Vernetzung der geschäftlichen Tätigkeiten sind weitere Sektoren der Wirtschaft stark betroffen. Zu erwähnen sind insbesondere alle Lebensmittellieferanten oder auch Winzer und Metzger. Ohne gesellschaftliches Leben und mit Homeoffice-Pflicht leidet auch der gesamte Detailhandel, weil potenzielle Kundschaft fernbleibt. Werden Anlagen nicht genutzt, müssen sie auch nicht gewartet werden was zu Einbussen bei den entsprechenden Dienstleistungsanbietern führt. Die Beispiele solcher Verknüpfungen sind in einer vernetzten Wirtschaft unerschöpflich. Die KMU sind vernetzt und zeigen sich seit Beginn der Pandemie solidarisch mit der gesamten Bevölkerung.  

Im Namen der KMU fordert der sgv und mit ihm alle Verbände und Unternehmen, die diesen Brief mit-unterzeichnet haben, den Bundesrat auf, die Gesellschaft und Wirtschaft vollständig zu öffnen. Es ist ein Aufruf zur Solidarität mit einem lebendigen Netzwerk, welches allen, der gesamten Gesellschaft, Wohlstand bringt.    

Mit freundlichen Grüssen  

Egli Roman
Präsident Gewerbe Eschenbach