, Egli Roman

KMU fordern das Ende des Lockdowns per 28. Februar

Offener Brief an den Bundesrat

Sehr geehrter Herr Bundespräsident
Sehr geehrte Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte  

Als «Gewerbe Eschenbach» vereinigen wir die lokale Wirtschaft mit beinahe 200 Mitgliedsfirmen unserer Gemeinde am oberen Zürichsee. Diese Wirtschaft ist mehr als die Summe ihrer Teile: Sie sorgt für Wertschöpfung, für Arbeits- und Ausbildungsplätze aber noch für viel mehr. Zusammen mit unseren Vereinen und anderen Gruppen sorgen die lokalen KMU für ein gutes Zusammenleben, für gesellschaftlichen Austausch sowie für Lebensqualität.  

Wir schreiben Ihnen mit der dringenden Bitte, den Lockdown, wie angekündigt, per 28. Februar zu beenden. Diese Massnahme, die für einige Branchen seit Dezember 2020 und für andere seit Januar 2021 eingeführt wurde, hat desaströse Konsequenzen. Restaurants und Detailhandel erwirtschaften im Dezember und im ersten Quartal des Jahres ihre grössten Umsätze. Sie ausgerechnet in dieser Zeit zu schliessen, führt zu ihrer existentiellen Bedrohung – zumal auch keine wirklich funktionierende Entschädigungslösung für sie aufgebaut wurde. Handwerker, vor allem diese, die bei diesen Temperaturen draussen arbeiten müssen, haben nicht mehr die Möglichkeit sich aufzuwärmen oder etwas Warmes zu essen.  

Doch der Schaden, welchen der Lockdown anrichtet, geht noch viel weiter: Wenn unsere lokalen Restaurants und Detailhändler nicht öffnen können, fehlen uns als lokale Wirtschaft natürlich Anziehungs- und Austauschorte. Wir treffen uns nicht, reden nicht miteinander, begegnen uns nicht. Uns geht unser lokales Zusammenleben verloren und wir vereinsamen!        

Es kann doch unmöglich die Politik des Bundesrates sein, einerseits Betriebe in existenzielle Not zu stürzen und andererseits das soziale Zusammenleben zu zerstören. Deshalb bitten wir Sie eindringlich, den Lockdown per 28. Februar 2021 zu beenden.  

Wir wollen ab dem 1. März öffnen, arbeiten und uns begegnen. Dass wir wirksame Schutzkonzepte und andere Massnahmen dabei einhalten, ist selbstverständlich – genau so selbstverständlich wie unsere Forderung: Wir wollen öffnen.        

 

Hochachtungsvoll  

Roman Egli
Präsident Gewerbe Eschenbach